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Die On-Demand-Wirtschaft wächst weiter

„Das rasante Wachstum von On-Demand-Plattformen und -Marktplätzen wird sich aufgrund sich wandelnder Arbeitsbedingungen, der Erwartungen und Einstellung der Millennials zur Berufstätigkeit und der allgegenwärtigen Konnektivitätsmöglichkeiten auch künftig unaufhaltsam fortsetzen“, folgert Mary Meeker, Partner bei Kleiner Perkins Caufield Byers (KPCB), in ihrem umfangreichen Bericht zu Internettrends 2015. Die ehemalige Morgan Stanley Internet-Analystin widmet einen bedeutenden Teil ihres 196 Seiten langen Berichts dem Anstieg der On-Demand-Wirtschaft 615-544-9513 , den sich ändernden Arbeitsbedingungen, den Arbeitserwartungen und dem Bedarf an neuen Gesetzen, die mit diesem unaufhaltsamen Trend Schritt halten können.

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Während der Bericht faszinierende Einblicke in eine Reihe von Themen bietet, möchten wir uns hier auf die relevanten Punkte zur On-Demand-Wirtschaft konzentrieren. Im Folgenden erfahren Sie, wie sich die On-Demand-Wirtschaft entwickelt und warum nach Meekers Ansicht ein Ende ihres Wachstums nicht abzusehen ist:

Veränderungen bei den Arbeitsbedingungen 

Meeker weist darauf hin, dass sich die Arbeitsbedingungen in den USA unwiderruflich verändert haben und heute 34% der Erwerbsbevölkerung (53 Millionen Menschen) freiberuflich tätig sind. Ein Teil dieser Zunahme ist das Ergebnis von Arbeitsplatzumstrukturierungen – dem Verlust von Arbeitsplätzen im güterproduzierenden Sektor, dem Anstieg von wissensbasierten Arbeitsplätzen und dem Rückgang von Kranken- und Rentenversicherungen mit Arbeitgeberbeteiligung. Seit der Wirtschaftskrise von 2007 ist es schwieriger geworden, einen Arbeitsplatz zu finden, von einer Festanstellung ganz zu schweigen. Dies gilt insbesondere für die Millennials (im Alter von 15–35 Jahren), deren Arbeitserwartungen sich im Einklang mit den Veränderungen der Arbeitsbedingungen ändern.

Die Millennials, die mittlerweile den größten Anteil der Erwerbsbevölkerung (35%) ausmachen, haben in Bezug auf Arbeitsplätze völlig andere Erwartungen als frühere Generationen. Diese Erwartungen tragen dazu bei, dass der Anteil an Freiberuflern immer weiter steigt. Sie schätzen vor allem zwei Dinge: berufliche Entwicklungsmöglichkeiten und Schulungen (22%), gefolgt von Flexibilität am Arbeitsplatz (19%). Millennials machen mit 44% ferner die größte Gruppe von On-Demand-Arbeitskräften aus, im Gegensatz zu lediglich 32% der 35–49-Jährigen.

Konnektivität und bereitwillige Arbeitskräfte = On-Demand

Die Konnektivitätsmöglichkeiten sind im Fluss. Durch die Kombination aus Mobiltelefonen, Sensoren und Menschen können Produkte und Dienstleistungen heute fast umgehend bereitgestellt werden. Mittlerweile nutzen 64% der US-Bevölkerung ein Smartphone, 2009 waren es lediglich 18%. Die Millennials sind praktisch mit ihrem Smartphone verheiratet: 87% geben an, dass sie ihr Smartphone nie aus der Hand legen, während 80% sofort nach dem Aufwachen nach ihrem Smartphone greifen. Aufgrund der Verbreitung von On-Demand-Plattformen geben sich viele Menschen der Illusion hin, dass sie die Art und Weise, wie sie ihren Lebensunterhalt verdienen und berufstätig sind, selbst bestimmen können.

On-Demand-Plattformen bieten Vorteile für Kunden 

Kunden finden On-Demand-Plattformen gut; das beweist ihr anhaltendes, starkes Wachstum. Sie schätzen den Komfort, die Auswahlmöglichkeiten und die Kosteneinsparungen. Außerdem ermuntert ein Großteil der Bewertungen in den sozialen Medien, Anbietern zu vertrauen. Doch Kunden müssen auch Kompromisse eingehen: Sie können Produkte nicht testen, müssen sich darauf verlassen, dass andere Kunden hilfreiches Feedback hinterlassen. Außerdem ist die sofortige Erfüllung ihrer Wünsche mit höheren Kosten verbunden. Mit einem Anstieg an On-Demand-Services gehen auch Beschäftigungsmöglichkeiten einher: Flexibilität, finanzielle Anreize, mögliches Wachstum, Zugang zu noch größeren globalen Märkten und die relativ unkomplizierte Zuordnung von Kompetenzen und zum passenden Arbeitsplatz. Allerdings müssen sich die Arbeitskräfte auch umstellen: Sie haben kein festes Einkommen, mit einer freiberuflichen Tätigkeit ist zudem eine gewisse Unsicherheit verbunden, sie erhalten keine Sozialleistungen, sie müssen selbst für ihre Ressourcen aufkommen, es gibt nur begrenzte Schulungs- und berufliche Entwicklungsmöglichkeiten (Fehlen von Aufstiegsmöglichkeiten) und keine Beziehungen zu Kollegen.

Richtlinien und Gesetze ändern sich im Zuge der Entwicklungen

Laut Meeker werden sich Richtlinien und Gesetze im Zuge der Entwicklungen ändern, aber noch steckt die On-Demand-Wirtschaft in den Kinderschuhen. Arbeitskräfte, Unternehmen und Behörden müssen bei der Weiterentwicklung der Richtlinien und Gesetzte, die diese neuen Marktplätze regulieren, zusammenarbeiten. Meeker zitiert die Ticket-Wiederverkaufswebsite Starhub als Beispiel dafür, wie eine neue Plattform zur Änderung veralteter Gesetze beitragen und dem gesamten Markt zugutekommen kann. Sie ergänzt, dass Verbraucher einerseits anderen vertrauen müssen, die Macht der sozialen Medien andererseits jedoch nicht unterschätzt werden darf. Ihr System aus Feedback und Bewertungen gibt Kunden die Möglichkeit, gewisse Bereiche des Verbraucherschutzes selbst zu steuern.

Den vollständigen Bericht finden Sie unter www.kpcb.com/internet-trends

 

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