Die wichtigsten Netzwerkfehler Codes

404 und andere Hindernisse: Was uns Fehler-Codes sagen können

Mit unserer Suche nach einem bestimmten Internetauftritt, zum Beispiel einer News-Seite oder dem Kontostand bei unserer Hausbank, setzen wir eine kleine Was-Passiert-Dann-Maschine in Gang. Diese ist äußerst effizient, was bei Milliarden Anfragen pro Tag auch notwendig ist.

Nach unserer Adresseingabe wendet sich der Browser (Client) also hoffnungsfroh an den Server, der damit zur Antwort genötigt wird. Er erledigt diese Aufgabe (unter anderem) mit der Rücksendung einer dreistelligen Zahl, die codiert den Status beinhaltet. Im besten Fall handelt es sich dabei um die „200“, denn das bedeutet im Server-Slang so viel wie „alles in Ordnung“. Der Mensch am PC wird zugleich höflich aus dem Rennen genommen. Er bekommt die frohe Botschaft also gar nicht angezeigt, sondern es öffnet sich wie erwartet die gewünschte Webseite.

Gelingt der Aufruf der gewünschten Seite dagegen nicht, ändert das auch den Vorgang: Der Server der Gegenseite antwortet zwar ebenso, schickt jedoch eine andere Zahl – die unserem Client Probleme vermeldet. Großer Vorteil dabei: In der konkreten Ziffernfolge sind bereits erste Angaben zur Fehlerursache versteckt. Da dies auch für den Menschen hinterm Bildschirm interessant sein kann – Client und Server werden die Sache oft nicht alleine lösen – bekommt er diese Zahl nun angezeigt. Was sie bedeutet, muss er diesem Blog entnehmen.

In den meisten Fällen wird der angezeigte Fehlercode eine „404“ sein, der für „nicht gefunden“ steht. Da es jedoch zahlreiche Varianten gibt, gehen wir hier chronologisch vor.

Die Statusklassen der http-Codes

Grundsätzlich wird in fünf Klassen unterschieden, die aus dem 100er bis 500er Bereich stammen. Jede Klasse fasst unterschiedliche Codes eines Bedeutungsbereichs zusammen:

  • 100er Klasse: Etwas Geduld bitte, die Anfrage braucht etwas mehr Zeit zur Bearbeitung.
  • 200er Klasse: Alles in Ordnung, die Anfrage war erfolgreich.
  • 300er Klasse: Anfrage vom Server bestätigt, der Client muss jedoch erneut tätig werden. Meist geht es hierbei um eine Umleitung oder Weiterleitung auf eine andere Adresse.  
  • 400er Klasse: Anfrage vom Server bestätigt, Durchführung aber nicht möglich. Meist geht es hierbei um die Eingabe einer falschen oder nicht mehr „bewohnten“ Adresse (Client-Fehler).
  • 500er Klasse: Der Server sieht sich außerstande, die Anfrage zu bearbeiten. Meist liegt der Fehler hier beim Server selbst, zum Beispiel einer Überlastung (Server-Fehler).

Da bei 400er- und 500er-Fehlern meist automatisch eine HTML-Seite erzeugt wird, ist das für den User die häufigste Anzeige. System-Administratoren versuchen, diese Anzeigen zum Beispiel durch sinnvolle Umleitungen zu verhindern. Da Fehlercodes meist dazu führen, dass sich der User nach Alternativen umsieht, widersprechen Fehlercodes dem Interesse des jeweiligen Seitenbetreibers.  

Häufige HTTP-Statuscodes

Der am häufigsten ausgegebene Code ist die „200“, die wie erwähnt nicht angezeigt wird. Auch hier gibt es Spezifizierungen wie die „202“, die trotz erfolgreicher Anfrage auf eine zeitliche Verzögerung verweist.

Die ebenfalls im Hintergrund laufende Rückmeldung mit den Codes „301“ und „302“ weist darauf hin, dass die angeforderten Inhalte den Ort gewechselt haben. Der aktuelle Aufenthaltsort ist jedoch bekannt, wird also mit übermittelt und der User direkt dahin umgeleitet. Folgerichtig erhält der User (ohne die Nutzung zusätzlicher Tools) keine Kenntnis von den 300er-Codes, für ihn ist es eine „200“ mit schnellem Wechsel der URL in der Adresszeile des Browsers. Administratoren könnten an den Zahlen aber zum Beispiel ablesen, dass es sich bei „301“ um einen dauerhaften Umzug handelt, während bei der „302“ nur eine Zwischenlösung arrangiert wurde, die alte Adresse also bezugsfähig bleibt.

Interessanter im alltäglichen Gebrauch sind die 400er und 500er Codes, zu denen wir hier eine kurze Übersicht bieten:

  • 400: Es gibt ein Anfrage-Problem, zum Beispiel über veraltete DNS-Einträge oder Cookies.
  • 401 oder 403: Die Zugriffsberechtigung für diese Seite fehlt.
  • 404: Die Webseite wurde nicht gefunden, zum Beispiel aufgrund eines Fehlers bei der Adresseingabe.
  • 405: Die angefragte HTTP-Methode (zum Beispiel POST oder PUT) wird vom Server nicht zugelassen.
  • 500: Es ist ein unerwarteter Server-Fehler aufgetreten, der genauer definiert werden muss.
  • 503: Der Server ist temporär ausgefallen oder überlastet.
  • 507: Der Speicherplatz des Servers reicht nicht aus.
  • 511: Der Zugriff setzt eine nicht erfolgte Authentifizierung voraus.

Bei den meisten 500er-Codes ist der Administrator gefragt, der unter anderem die Software-Aktualität überprüfen sollte. Bei den 400er-Codes kann oft der Nutzer selbst aktiv werden, zum Beispiel durch eine Überprüfung der Adresseingabe (404) oder einen erneuten Versuch zum Seitenaufruf, eventuell in einem anderen Browser.   

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