Sprachsteuerungsassistenten versüßen Ostern

Sprachsteuerungsassistenten: die Geschichte vom digitalen Oster-Wunder   

Der Ostersonntag fällt in diesem Jahr auf den 1. April. Frau Holle hat sich schüttelnd darauf eingestellt und schickt uns Frühlingsschnee. Auf dem Frühstückstisch dürfte auch so manches „Ulk-Ei“ landen, aus Kalk, buntem Plastik oder gefärbt aber dennoch roh. Ein aufbewahrter Schoko-Weihnachtsmann in den Osterkörben der Kinder vielleicht? April, April – Ostern 2018 verspricht ein lustiges Fest zu werden. Da fragt man sich: Sind auch Siri, Alexa und Cortana zu Scherzen aufgelegt?

Gerade Alexa wurde von ihrem Schöpfer, trotz Oster-Anlass ist hier Amazon-Boss Jeff Bezos gemeint, mit einer kräftigen Portion Humor ausgestattet. Im gut vernetzten Smart Home könnte sie zum 1. April so manchen Schabernack treiben. Schnell ist die Heizung auf Hochsommer getrimmt und zur Playlist mit den russischen Volksliedern gibt’s hinter verschlossenen Rollos gleich die passende Lichtershow. Flucht unmöglich, denn auch die Ausgänge hat Alexa im Smart Home fest im Griff.

Wie so oft im Leben hilft jetzt nur noch reden. „Alexa, bist Du krank?“, „Alexa, magst Du Schokolade?“ Probiere es aus und du wirst erleben: Sie ist nie um eine Antwort verlegen.

Am Anfang war das Wort: digitale Helferlein

Was wäre Ostern ohne Kinder, fragt nicht nur die Werbung und die dank digitaler Sprachassistenz heißt die Antwort: wohl dennoch ein beschwingtes Fest. Alexa und Du, mehr braucht es nicht zum Glücklichsein. Einen morgendlichen Eierlikör ins halbierte Überraschungs-Ei gegossen, schon kann das Oster-Zwiegespräch beginnen.

Kann es das? Sind die digitalen Sprachassistenten überhaupt schon in den deutschen Haushalten angekommen? Und, den 1. April mal außer Acht gelassen, was könnten sie uns zum Osterfest denn wirklich Gutes tun?

Jeder Zehnte redet mit Alexa & Co.

Bei der Antwort drängt sich Alexa einmal mehr in den Vordergrund. Denn auch wenn Google in den letzten Monaten des Jahres 2017 weltweit mehr als einen smarten Lautsprecher pro Sekunde verkaufen konnte, ist die Verbreitung in deutschen Landen noch eher gering. Die Google-Home-Modelle, seit August 2017 auch bei uns erhältlich, dürften ebenso wie Apples „HomePod“ (kommt in Kürze) erst in den kommenden Monaten stärkere Verbreitung finden.

Echo- und Echo-Dot-Lautsprecher von Amazon werden dagegen seit gut einem Jahr mit Macht in den Markt gedrückt. Sie lauschen gemeinsam mit so manchem Alexa-fähigen Lenovo- oder Sonos-Speaker in vielen deutschen Wohn- und Schlafzimmern auf ihre Sprachbefehle. Und Microsoft Cortana? Hat den Windows-Rechner zwar erfolgreich verlassen und ist in eine schicke Harman-Kardon-Hülle geschlüpft, hinkt jedoch bei der Verbreitung noch weit hinterher, selbst in den USA.

Addiert man die Zahlen der Smart-Speaker-Nutzer in Deutschland, bleibt man einer Statista-Umfrage zufolge (November 2017 bis Januar 2018) noch deutlich unter zehn Prozent, Tendenz jedoch stark steigend. Den Löwenanteil holt sich der Amazon Echo mit fast sechs Prozent Verbreitung.   

Das Osterwunder: leuchten ohne Sprachbefehl und Programmierung

Zurück zur Frage der Fragen: Was können Alexa und Co. an den Ostertagen für uns tun? Hilfe beim Eiersuchen selbst darf nur erwarten, wer die gekoppelten Überwachungskameras in die richtige Richtung schwenkt. Das aber wäre ein schwerer Verstoß gegen österliche Regeln. Das lehnen wir ab.  

Gut möglich wäre hingegen, die verfügbaren Assistenten mit immer neuer Hoffnung nach dem Osterwetter zu befragen, die Kinder mit einem Osterlieder-Mix aus dem Bett zu locken und mit Hilfe der farbigen Glühlampen in Bad und Flur schon einmal auf die bunten Ostereier einzustimmen. Auch der Tisch zum gemeinsamen Ostermahl im nahegelegenen Restaurant ließe sich mit etwas Glück auf diesem Wege buchen.

Ihre wichtigste Aufgabe dürften Echo Dot und Co. jedoch in den Verstecken im Gras oder unter dem Couch-Kissen verrichten: Endlich entdeckt, bringen sie hier die Augen der Beschenkten zum Leuchten – ohne Strom, App oder Sprachbefehl. Das ist fast ein Wunder, ein Aprilscherz ist es nicht.

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