Wenn der Drucker streikt

Tintenstrahl-, Laser- oder Thermodrucker? Farbdruck oder Schwarzweiß? Schnell oder günstig, für den gelegentlichen Gebrauch oder den Dauereinsatz im Home-Office bestimmt? Wer den neuen Drucker endlich auf dem Tisch platziert, hat schon einige Entscheidungen hinter sich gebracht. Nun soll die Neuanschaffung nur noch eines tun: ihre Arbeit erledigen, verlässlich und streifenfrei.

Macht der Drucker aber nicht? Dann heißt es, das Widerrufsrecht beruhigend im Hinterkopf, auf die Suche nach der Ursache zu gehen. So komplex gerade moderne Multifunktionsgeräte auch sein mögen, die Fehler sind es oft nicht. Und das gilt nicht nur für neue Geräte, sondern auch für alte Bekannte, die sich plötzlich in den Offline-Modus verabschieden.       

Häufige Fehlerquellen und mögliche Lösungen

Das Kabel-Mysterium

Es klingt so banal wie es ist: Gibt der Drucker keinerlei Lebenszeichen von sich, sollten alle Steckverbindungen beginnend mit dem Stromanschluss noch einmal überprüft werden. Ein geschulter Blick reicht in diesem Fall nicht, Handarbeit ist gefragt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wurde der Spruch „doppelt hält besser“ bei der lokalen Druckerinstallation erfunden.

Auch die kurze Trennung vom Strom oder die Nutzung eines anderen USB-Ports (sofern damit verbunden) kann Wunder bewirken, selbst wenn die Ursache des Fehlers dabei nicht klar wird.

Rechner und Drucker wollen nicht kommunizieren

Soll der Drucker über das Netzwerk verbunden werden, können die Druckereinstellungen an PC oder Laptop den Schlüssel zum Erfolg bieten. Die Fehlersuche startet dennoch am Drucker selbst, denn hier haben findige Geister einen Prüfbericht hinterlegt. Dieser lässt sich meist trotz der bestehenden Probleme ausdrucken und verrät, ob das Gerät überhaupt im Netzwerk hängt oder eventuell ein passender Treiber fehlt (liegt dem Gerät als CD bei oder lässt sich auf den Herstellerseiten downloaden). Ist das der Fall, muss dieser Treiber noch installiert werden.

Behauptet dein Rechner weiter, diesen Drucker würde es nicht geben, lässt sich dieser auch manuell installieren. In den Druckereinstellungen unter Windows kannst du angeben, dass das gesuchte Gerät nicht aufgeführt ist und deinen Drucker dann „unter Verwendung einer TCP/IP-Adresse hinzufügen“. Das Gute daran: Die Adresse sollte im ausgedruckten Prüfbericht zu finden sein.

Wer sich den ganzen Ärger ersparen will oder – im Fall fortgesetzter Weigerung – an diesem Punkt kapituliert, wird beim Mila Service fündig. Ab einem Einsatz von 39 Euro kümmert sich ein Service Partner vor Ort bei dir um das leidige Netzwerk-Problem. Zum Buchen einfach unter „Installation“, „Internet, Netzwerk  Telefonie“ bis „Drucker“ vordringen und dort die Buchung bestätigen.

Zeitraubend von Stau zu Stau  

Wer häufig mit Papierstau zu kämpfen hat – das ist und bleibt das größte Ärgernis im Zusammenhang mit dem Drucker – sollte dem Problem auf den Grund gehen, auch wenn sich der einzelne Stau immer wieder auflöst. Zu den häufigsten Ursachen zählt die Wahl eines ungeeigneten Papiertyps, denn nicht jeder Drucker ist für jedes Papier geeignet. In der Beschreibung des Druckers sind die empfohlenen Stärken und Qualitäten angegeben. Manche Drucker bieten zusätzlich die Möglichkeit, die verwendete Papierart in den Einstellungen zu hinterlegen, um so den reibungslosen Transport sicherzustellen.

Ist der richtige Papiertyp gefunden, lohnt es sich dabei zu bleiben. Ein zu großer Vorrat ist dennoch nicht zu empfehlen, denn Papier altert, was Drucker nicht mögen.

Weitere Ursachen für Papierstau können sein:

  • Staub auf den Druckerwalzen, der mit einem feuchten Tuch beseitigt werden kann
  • Papierreste im Gerät, die sorgsam entfernt werden müssen
  • mechanische Abnutzungen, was meist einen Austausch der Kartusche erfordert

Streifen und Flecken verunzieren das Druckbild

Selbst hochwertige Laserdrucker sind nicht vor störenden Streifen, Punkten oder zu hellen Druckabschnitten gefeit. Leider kommen etliche Verursacher in Betracht: Bildtrommel (Drumkit), Kartusche (Toner) oder Fixiereinheit (Fuserkit) zum Beispiel.

Bei Verwendung von Billig-Tonern eines Drittanbieters liegt die Ursache fast immer darin, an der falschen Stelle gespart zu haben (man kann Glück haben, hat man aber nicht immer). Handelt es sich um einen Original-Toner, könnte dieser entleert sein. Schwenkendes Schütteln führt dann meist zu einer kurzfristigen Verbesserung, ein Austausch ist dennoch zwingend.

Auch die Trommel muss gelegentlich ausgetauscht werden, was der Drucker dank integriertem Zählwerk anzeigen sollte. So können beispielsweise Verunreinigungen (Achtung: Durch Berührung mit der bloßen Hand kann ein Fettfilm entstehen, der die Funktion beeinträchtigt) dazu führen, dass der Vorgang der statischen Auf- und Entladung schon zuvor nicht mehr richtig funktioniert.

Wegen Überfüllung geschlossen?

Drucker sind nicht einfach ein Stück Hardware, das mit den Jahren mechanisch leidet. Ohne aktuellen Treiber ist es nicht möglich, den Drucker korrekt anzusteuern. Auch kann es passieren, dass ein großer Druckauftrag den Datenspeicher des Druckers schlicht überfordert. Der Auftrag steht dann in der Druckerschlange ganz vorne an und blockiert den Weg für alle weiteren Dokumente oder Fotos. In diesem Fall sollte der Großauftrag erst gelöscht werden, um das Geschäft dann neu zu eröffnen.   

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