Selbstständig als Mila Friend

Eugen Schmigel ist seit 2016 als Mila Friend an Bord. In Berlin kümmert er sich mit leidenschaftlichem Einsatz um die Sorgen und Nöte seiner Kunden – sei es der kaputte TV, das neue WLAN-Netzwerk oder die Einrichtung des Windows Computers. Im Interview berichtet er von seiner Erfahrung und wie er mit dem leidlichen Thema Steuer umgeht.

Vielen Dank für das Interview, Eugen! Erzähl doch mal – wie bist du Mila Friend geworden?

Hallo Franziska. Von Mila habe ich letztes Jahr erfahren. Die Mila Geschäftsidee faszinierte mich gleich und ich habe mich sofort registriert. Für mich war es sehr passend, weil ich bereits nebenberuflich tätig war.

Interessant! Du hast also schon vor Mila Computer repariert und TVs repariert?

Als Reparatur würde ich es nicht ganz bezeichnen. Es waren eher Fehler beziehungsweise Störungsbehebungen und Bereinigungen der Computer dabei. Auch darunter: TV-Wandmontage, Einstellungen, aber auch DVB-T2 Receiver Installation/Einstellung. Außerdem beschäftige ich noch mit Installation und Einstellung von Smartphones, Routern, WLAN-Netzwerken, Sat-Anlagen usw. Seit dem ich mich bei Mila registriert habe und aktiv bin, vervielfachten sich die Aufträge und somit der Erlös.

Wie war das damals für dich – das nebenbei selbstständig zu machen? Man kennt das eher von Informatikern, bei Tekkies ist das ja ein relativ neues Konzept.

Eigentlich habe ich ein Wirtschaftsinformatik Studium absolviert und bin seit einigen Jahren nebenbei selbständig im Bereich IT-Beratung tätig. Da ich immer wieder Anfragen von Unternehmern bezüglich IT-Unterstützung beziehungsweise IT-Beratung erhielt, meldete ich ein Kleingewerbe an. So konnte ich mit den Unternehmern ins Geschäft kommen und entsprechend die erbrachten Leistungen in Rechnung stellen. Private Haushalte waren bis dato bei mir nicht im Fokus. Durch Mila erreiche ich jetzt auch Privatpersonen, die bereit sind, für die Leistung zu zahlen.

Auf was musstest du besonders achten, zum Beispiel bei der Steuer oder beim Gewerbeschein?

Diese Frage kann ich nicht genau beantworten, weil man so pauschal nicht sagen kann, auf was geachtet werden muss. Es gibt Grenzen beim Umsatz, die Selbstständige unbedingt kennen sollten. Zum Beispiel beträgt dein Umsatz am besten nicht über 17.500 Euro im Jahr, damit du die Umsatzsteuer (19 %) nicht abführen musst. Auch Gewerbesteuer fällt unter 24.500 Euro nicht an. Vom Umsatz wird dann nur Einkommensteuer abgezogen – und die hängt vom persönlichen Steuersatz ab.

Worauf du unbedingt achten musst, ist die Bonpflicht, wenn du Barzahlungen entgegennimmst. Du musst auch immer ein Kassenbuch führen. Zu dem Thema gibt es viele Informationen im Internet.

Machst du deine Steuerabrechnung selbst oder nutzt du die Dienste eines Steuerberaters?

Ich mache meine Steuer noch selbst, ohne Steuerberater. Das ist nicht so aufwändig und geht einfach mit einem Steuerprogramm. Der entsprechende Abschnitt nennt sich EÜR.

Was war bisher dein schönstes Erlebnis als Mila Friend?

Die schönsten Erlebnisse sind meistens die, wenn der Auftrag in Kürze erfolgreich gelöst ist, der Kunde vor Freude strahlt, meine erbrachte Leistung entlohnt und mit 5 Sternen bewertet wird.

Als erfahrender Friend – was würdest du neuen Friends raten?

  • Nimm Aufträge in Themengebieten an, in denen du dich auskennst und sicher bewegst.
  • Befrage den Kunden vorher per Anruf/SMS/E-Mail zum Anliegen und versuche herauszufinden, was genau zu tun ist. Der Kunde kann dir auch ein Bild schicken.
  • Falls du merkst, dass der Kunde zu viel Leistung für wenig Geld möchte, kläre es vorher ab.
  • Bereite dich sorgfältig auf den Auftrag vor.
  • Erscheine möglichst pünktlich und gepflegt zum Termin und hinterlasse einen guten Eindruck.
  • Kommuniziere mit Kunden und sei immer freundlich.
  • Sei verständnisvoll mit den Menschen, die keine Ahnung von moderner Technik haben.
  • Sei älteren Menschen ehrlich und hilfsbereit gegenüber.
  • Dokumentiere die wichtigen Schritte auf Papier für ältere Menschen.

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