Technikfrust adé: die Mila-Story

Was als Pilotprojekt “Swisscom Friends” begann, war schnell so erfolgreich, dass das Konzept der “Technik-Hilfe aus der Nachbarschaft auf Knopfdruck” seit 2016 als Neuauflage der Plattform Mila umgesetzt wird. Der ursprüngliche Marktplatz für Dienstleistungen hat sich mit dem Telekommunikationsanbieter Swisscom als Hauptaktionär mittlerweile ein starkes Mila-Netzwerk aus 8.000 Technikversierten aufgebaut. Nutzer von Mila finden bequem und schnell Unterstützung rund um ihre IT-Fragen – ohne lange Wartezeit, auf Wunsch innerhalb der nächsten Stunde.

Die Kunden sind begeistert. Dies zeigt sich in den positiven Bewertungen des Service’: Die Mila Dienstleister werden im Schnitt mit 4.7 von 5 Sternen bewertet! Mit dem On-Demand-Modell sind Mila und Swisscom am Puls der Zeit. Damit beginnt nichts anderes, als die Revolution eines bisher fest gefahrenen und starren Dienstleistungsmarkts. Technikhilfe auf Knopfdruck – und das zum gewünschten Termin.

Vom Marktplatz zum Service auf Knopfdruck

Die Mila-Geschichte begann im Jahr 2013. Manuel Grenacher, Unternehmer aus der Schweiz, hatte keine Lust mehr, für Möbelaufbau oder Druckerinstallation von Pontius zu Pilatus zu laufen. In den Jahren zuvor hatte er bereits die Field Service Software-Firma Coresystems gestartet. Mit den Coresystems-Lösungen können große Service-Unternehmen einfach und zuverlässig ihren Einsatz beim Kunden koordinieren. Als Tochter von Coresystems sollte der neue Marktplatz Mila Privatpersonen bei unterschiedlichsten Aufgaben helfen – lokal, schnell und leicht zugänglich.

Ebenfalls 2013 suchte Christian Viatte, damals Leiter des Unternehmensbereichs „Service Experience & Innovation“ beim Schweizer Telekommunikationsanbieter Swisscom, gemeinsam mit seinem Team nach neuen Lösungen, die Kunden Vor-Ort-Service zum Wunschtermin ermöglichen. Dabei entstand die Idee der Nachbarschaftshilfe, bei der sich Kunden gegenseitig lokal unterstützen. Für den Piloten wurde die Mila Plattform ausgewählt. Die Swisscom Friends waren geboren: Einfache Service-Anfragen wie Router Installation oder TV-Einrichtung beim Kunden zu Hause werden nun an technisch versierte Nachbarn, sogenannte Swisscom Friends, in der Umgebung verteilt. Der erste Friend, der den Auftrag annimmt, erledigt den Job.

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Mila erfindet sich neu: Mit On-Demand-Modell und Swisscom als Hauptinvestor

Mitte 2015 machen sich Christian Viatte und Manuel Grenacher dafür stark, Swisscom als Hauptaktionär für Mila zu gewinnen und so ein neues Joint Venture zu schaffen. Im Dezember kann Mila stolz verkünden, dass sich Swisscom mehrheitlich an der Vermittlungsplattform beteiligt. Unternehmen aus dem Bereich Telekommunikation, Energie und Retail können ihren Kunden über Mila Serviceleistungen von Privatpersonen (Friends) und professionellen Dienstleistern (Profis) vermitteln. Mila 2.0 ist geboren. Christian Viatte, Mitbegründer dieses Geschäftsmodells, wechselt als neuer CEO zu Mila, um die Expansionspläne umzusetzen und Mila zu einem professionellen Unternehmen auszubauen. Manuel Grenacher wechselt in den Verwaltungsrat und übernimmt für ein Jahr das Präsidium. 2017 entscheidet sich Coresystems, die Beteiligung von Mila an Swisscom zu verkaufen und sich auf neue Projekte im Bereich Field Service Management zu konzentrieren, das Präsidium wird von Marc Werner, COO Swisscom AG, übernommen.

Neben dem unternehmerischen Erfolg stellt sich auch ein Auszeichungsregen ein. Nach dem zweiten Platz beim eco Internet Award 2015 gewinnt Mila den Prix Idée d’Or 2015, den Crowd Collaboration Award 2015 und den KVD Service Management Preis 2016.

In Deutschland wird mit den Vodafone Service Friends ein erstes Standbein aufgebaut. Weitere Partner lassen nicht lange auf sich warten: Der Elektronikfachhändler Conrad setzt ebenso auf Mila wie der Energiegigant innogy (bisher bekannt als RWE). Die Crowd zählt aktuell fast 8.000 Technikbegeisterte in der DACH Region, Frankreich und Österreich.

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