Wie die „On-Demand“-Wirtschaft wächst

Als Apple 2009 seine berühmte IPhone 3G-Werbung „es gibt eine App dafür“ startete, schien das ein wenig übertrieben zu sein. Acht Jahre später, im Zeitalter von Uber, Seamless und unzähligen anderen scheinen sich Apples große Ideen als vorausschauend erwiesen zu haben. Obwohl es eine Weile dauerte, bis die damals ausgefallenen Ideen sich wirklich durchsetzten, ist es offensichtlich, dass wir jetzt in einer On-Demand-Welt leben und unser Essen, unsere Unterhaltung, Verkehrsmittel, Unterkunft, der technische Support und vieles mehr nur die Berührung einer (Touchscreen)-Schaltfläche entfernt sind.

Und man hat nicht nur die Möglichkeit, dies zu nutzen. Die Leute nutzen diese Apps wirklich. Man braucht sich nur die Allgegenwart von Uber anzuschauen, um zu sehen, dass dies der Fall ist und die Zahlen sprechen für sich: die Ausgaben und Investitionen steigen. Im Jahr 2015 gaben US-Verbraucher fast 60 Milliarden USD für die On-Demand-Wirtschaft aus. Im selben Jahr überstiegen die Investitionen in diesen Sektor 4,1 Milliarden USD, ein Plus von mehr als 500 Prozent. Der Hype hat begonnen. Die On-Demand-Wirtschaft wächst.

Mit dem Heranwachsen der On-Demand-Wirtschaft fragen sich sowohl die Verbraucher als auch die Industrie gleichermaßen, wohin die Reise gehen wird. Rätseln Sie nicht mehr – hier sind unsere Vorhersagen darüber, wie sich alles entwickeln wird.

Der mobile Handel wird weiterhin wachsen

Die Weiterentwicklung der Handys schreitet schnell voran und es liegt auf der Hand, dass Verbraucher ihre Telefone mehr und mehr für ihre täglichen Aufgaben nutzen. Seitdem die Smartphones ihren Siegeszug antraten, hat der mobile Handel bisher jedes Jahr zugenommen und heute steht das Handy im Mittelpunkt der Vertriebsstrategie von Händlern oder Marken. Das wird auch weiterhin der Fall sein.

Große Marken und Händler werden weiterhin dabei sein

Weil On-Demand ein so heißes Thema ist, ist es sinnvoll, dass große Marken und Einzelhändler dabei sind. In den letzten Jahren haben Marken von Fast-Food-Riesen bis hin zu landesweiten Bekleidungshändlern die eine oder andere Art von On-Demand-App herausgebracht. Sogar die Industrie fühlt sich durch On-Demand-Dienste bedroht – um ein berühmtes und berüchtigtes Beispiel zu verwenden, sind die traditionellen Taxi- und Hotel-Dienste am meisten von Uber oder Airbnb bedroht – und haben eingelenkt und damit begonnen, ihre Dienste in verschiedenen Apps anzubieten.

Open APIs

Die Ausbreitung von Open APIs für On-Demand-Dienste ist eine kleine Revolution innerhalb der größeren On-Demand-Trendwende. Mit API-Integration können Benutzer ein Uber aus Google Maps heraus buchen, auf Seamless innerhalb von Yelp Essen bestellen oder ein Airbnb aus der App für Kartenreservierungen heraus buchen. Wenn das selbsterklärend klingt, liegt es daran, dass der Hauptvorteil eines On-Demand-Dienstes darin besteht, dass er auf Abruf verfügbar ist. Das bedeutet, dass man ohne unnötige Mühe bekommt, was man braucht, wann man es braucht.

Schwerpunkt auf Benutzerzuwachs

Wie bei vielen Startup-Branchen bleibt der konkrete Umsatz als Erfolgsmetrik oftmals auf der Strecke. Stattdessen steht für viele Investoren der Benutzerzuwachs oft als Ersatz für tatsächliche Umsätze. Dies hat einen ungewöhnlichen, aber vorhersehbaren Nebeneffekt: einen Übernahmerausch. On-Demand-Unternehmen verschlingen einander in einem Rausch an Übernahmen.

Bedrohung durch Vorschriften

Eines der größten Dilemmas, denen On-Demand-Unternehmen gegenüberstehen, ist der fragwürdige Status ihrer Mitarbeiter – oder eher Vertragspartner? Manchmal wird dieses Dilemma als Entscheidung zwischen den Steuerformularen W2 und 1099 bezeichnet, was Branchenriesen wie Uber weiter frustriert (kleine Randbemerkung: als ungefähres Analogon für diese Probleme stehen die anhaltenden Probleme von Airbnb gegenüber Hotelsteuern – und die Frage, ob sie diese Steuern zahlen müssen). Das Problem ist riesig und es frustriert Vorstandsetagen und Investoren gleichermaßen: wie oder ob diese Mitarbeiter/Vertragspartner Steuern zahlen müssen, wie man Arbeitsvorschriften einhalten kann, wie man mit dem drohenden Gespenst der gewerkschaftlichen Organisation umgeht, und so weiter. Es liegt alles auf dem Tisch. Diese Fragen spielen stark in die Politik und neue Verwaltungen und Regierungen werden sicherlich versuchen, ihren Senf zur Diskussion hinzuzugeben. Obwohl wir nicht erwarten, dass eine weitreichende Regelung von der gegenwärtigen Regierung kommt, behalten wir das im Auge.

Noch immer eine Wachstumsbranche

Zwischen dem anhaltenden Wachstum des mobilen Handels, der großen Markenansammlung, der tieferen API-Integration, dem weitreichenden Benutzerzuwachs und der Frage nach Regulierung von oben wird deutlich, dass die Wachstumsbranche des On-Demand zu ihrem Recht kommt. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie die junge Branche in der Gesamtwirtschaft ihren Platz findet.

Leave a Reply