Mila gewinnt KVD Service Management Preis 2016 für Tekkie Crowd

Wie sieht der Service der Zukunft aus? – Das war das übergeordnete Thema des diesjährigen KVD Service Congress 2016. Unter dem Titel „Service für den Markt der Zukunft – Integration von Technologie und Mensch kamen Service Experten aus unterschiedlichsten Bereichen zum nunmehr 36. Mal im Hilton Airport Hotel München zusammen, um aktuelle Service Innovationen zu diskutieren und den alljährlichen KVD Service Management Preis zu verleihen.

Wie unser Gehirn Denken, Handeln und Fühlen beeinflusst zeigte zunächst Prof. Dr. Lutz Jäncke, Lehrstuhl für Neuropsychologie an der Universität Zürich. Denn das Gehirn ist zwar ein Supercomputer, mit dem wir logisch denken können, doch manchmal führt uns unser Gehirn hinters Licht.

Im Anschluss ging es dann direkt ans Eingemachte: Industrie 4.0 war das Stichwort beim Vortrag von Andreas Jenke, der für Engineering und Fulfillment Project Orders bei der Bosh Rexroth AG verantwortlich ist. Sehr eindrücklich zeigte er wie Serviceprozesse automatisiert werden können und gleichzeitig Service Techniker Hand in Hand mit den Maschinen interagieren.

Finalisten des Service Management Preises 2016

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In den Präsentationen der drei Finalisten des KVD Service Management Preises 2016 ging es dann um die Gunst des Publikums. Mila – ein Neuling beim KVD Service Congress – durfte als erstes Unternehmen auf die Bühne. Anastasia Albert, Head of Marketing bei Mila, präsentierte die „Tekkies von nebenan, die Smart Devices installieren“. Bei dieser Crowd Service Idee geht es darum den Heim-Service zu „Uber-isieren“ und Kunden Dienstleistungen rund um Technik ähnlich wie ein MyTaxi oder Pizza auf Knopfdruck anzubieten. Das Besondere: Die Dienstleistungen werden nicht nur von professionellen Serviceanbietern erbracht, sondern von versierten Nachbarn, die Zeit und Lust haben in ihrer Freizeit Technik zu installieren oder zu reparieren.

iTrainings und Geo-Daten im Service

Konica Minolta – ein bereits etablierter Player im Service Markt – war mit seinen iTrainings ebenfalls in der engeren Wahl. Das Unternehmen nutzt Videos und Trainings, damit gewisse Service Fälle gar nicht erst auftreten. So gelangt beispielsweise der Nutzer eines Druckers über einen QR Code zu leicht verständlichen Erklärvideos im Falle, dass eine Druckerkartusche ausgetauscht werden muss. Das Unternehmen nutzt so neue Medien im Service zur Ersteinweisung und um langfristig die Profitabilität zu steigern.

Schließlich präsentierte der weltweit führende Anbieter für Reinigungstechnik, Alfred Kärcher, seine Lösung zur Ermittlung von Umsatz- und Effizienzsteigerungspotentialen im mobilen Service. Über geokodierte Daten ermittelt das Unternehmen wie die aktuelle Marktabdeckung und Auslastung einzelner Techniker aussieht.

Tekkies von Nebenan setzen sich durch

Beim festlichen Abschluss des ersten Tages wurde schließlich Mila für den Crowd Service gefeiert. Das Publikum hatte entschieden, dass die Tekkies aus der Nachbarschaft eine echte Service Innovation darstellen und verlieh die Trophäe an das Jungunternehmen.

Der Service Management Preis ist seit 1992 einer der wichtigsten Auszeichnungen der Service Branche. Anders als bei sonstigen Ehrungen werden die Preisträger nicht von einer anonymen Jury bestimmt; sie müssen ihre Stimmmehrheiten im Plenum des Service Congress finden. Fachleute und Praktiker wählen einen persönlichen Favoriten. In den letzten Jahren konnten etablierte Unternehmen wie Siemens AG, IBM Deutschland, Philips und Sony die Auszeichnung mit nach Hause nehmen.

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