Das war unser Jahr 2015 und das haben wir noch vor

Dieses Jahr war zweifelsohne ein besonderes für Mila: Wir haben nicht nur unser Geschäftsmodell umgekrempelt und uns stärker fokussiert, sondern wurden auch von unserem ersten Großkunden Swisscom mehrheitlich übernommen. Ende des Jahres ziehen wir Bilanz und zeigen, was im nächsten Jahr geplant ist.

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Den Beginn des Jahres 2015 markierte eine strategisch wichtige Entscheidung. Wir entschlossen uns dazu, das kollaborative Servicemodell vor allem bei etablierten Unternehmen aus Energie, Telekommunikation und Einzelhandel zu implementieren. Diesen neuen B2B-Fokus haben wir zu Beginn des Jahres auf unserer Webseite umgesetzt, um Unternehmen stärker anzusprechen. Der Grund: Kunden werden anspruchsvoller und möchten Service in Echtzeit. Mila kann als Crowd Service Marktplatz Unternehmen dabei helfen eine Crowd Service Community aufzubauen. Diese externe Crowd kann eingesetzt werden, um Kunden zusätzliche Dienstleistungen rund um Produkte und Services des Unternehmens anzubieten und das in Echtzeit und bequem vor Ort.

Die Collaborative Economy als Geschäftsmodell

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Mila Gründer Manuel Grenacher bei den NZZ X.Days in Interlaken

Unser kollaboratives Servicemodell traf dieses Jahr den Nerv der Zeit und fand über die Grenzen hinaus breites Interesse. So konnten wir unser „Kunden-helfen-Kunden“ Modell unter anderem auf der Call Center World 2015 in Berlin sowie dem Financial Times Sharing Economy Summit in London und den NZZ X.Days in Interlaken präsentieren. Wie schnell die Collaborative Economy wächst und wie Unternehmen wie beispielsweise Swisscom diese Entwicklung für sich nutzen können, erklärte Thomas Staudte, Projekt Manager Service Experience und Innovation bei Swisscom, auf dem FT Sharing Economy Summit. Die spannendsten Erkenntnisse gibt es hier nachzulesen.

Bei den NZZ X.Days in Interlaken nahm der Collaborative Economy Guru, Jeremiah Owyang (Crowd Companies), die Mila Friends als erfolgreiches Geschäftsmodell in seine Keynote Ansprache mit auf. Zudem erklärte er einem hochkarätigen Publikum aus etablierten Unternehmen wie der Schweizer Post, ABB und Credit Suisse wie Technologien Menschen befähigen Produkte und Dienstleistungen voneinander zu erwerben anstatt von traditionellen Unternehmen. Gemeinsam mit Jeremiah sprach unser Gründer Manuel Grenacher während der Konferenz auch mit der NZZ über Nachbarschaftshilfe als Geschäftsmodell.

Kurze Zeit später veröffentlichte auch PwC eine interessante Studie zur Collaborative Economy. Was Unternehmen tun können, um an diesem Trend nicht einfach vorbei zu rauschen, haben wir hier zusammengefasst.

Crowdsourcing Week und es regnet Auszeichnungen

Iris Strentz und Nils Rheinfeld bei der Verleihung des eco Internet Award 2015

Iris Strentz und Nils Rheinfeld bei der Verleihung des eco Internet Award 2015

Im Frühjahr kam dann eine Einladung nach Genf. Bei der Crowdsourcing Week Genèva duften wir gemeinsam mit Swisscom unsere Swisscom Friends vorstellen. Die Crowdsourcing Week findet weltweit in unterschiedlichen Orten statt und bringt Meinungsführer aus dem Bereich Crowdsourcing mit unterschiedlichen Industrien zusammen.

Unser Crowd Service Konzept fand nicht nur bei den unterschiedlichen Veranstaltungen Anklang. Mehrmals wurden wir dieses Jahr für Preise und Auszeichnungen nominiert. Und im Juni durften wir dann auch gleich zwei Preise mit nach Hause nehmen: den Golden Idea Award von Idée Suisse sowie den eco Internet Award in der Kategorie „Internet Startup“. Auch die Initiative Mittelstand zeichnete uns mit dem Innovationspreis in der Kategorie „Best CRM“ aus.

Die Zürcher erhalten Umzugshilfe von der Crowd

Nachdem wir bereits mit dem Energieversorger IWB in Basel zusammengearbeitet haben, konnten wir im Juni 2015 eine neue Kooperation mit der Energiefirma ewz ankündigen. Kunden können seit diesem Sommer zwischen professionellen Anbietern „ewz-experts“ und Privatpersonen „ezw-friends“ wählen, um sich bei der Montage von Lampen, dem Aufbau von Möbeln oder der Kabelverlegung helfen zu lassen. Die „Handwerkliche Nieten erhalten Hilfe: Die Friends helfen beim Zügeln“ titelte die Aargauer Zeitung. Im Interview mit dem zuständigen Projektleiter, Andreas Suter, lesen Sie, warum sich ein Energieversorger für einen solchen Crowd Service entschlossen hat.

Bestätigung aus dem Silicon Valley

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Crowd Collaboration Award von Crowd Companies

Nachdem wir uns auch im September bei zahlreichen Events wie der Startup Night der Deutschen Telekom sowie der Internationalen Funkausstellung (IFA) präsentieren durften, kam im Oktober diesen Jahres eine ganz besondere Nachricht: Die Organisation Crowd Companies aus dem Silicon Valley zeichnete Swisscom gemeinsam mit Mila mit dem Crowd Collaboration Award für die Implementierung der Swisscom Friends aus. Privatpersonen und Kleinunternehmer – sogenannte Swisscom Friends – helfen seit 2013 Swisscom Kunden bei der Einrichtung ihres WLANs, der Smartphone Konfiguration oder anderen technischen Fragen. Mila hat Swisscom geholfen das Ganze technisch umzusetzen und die entsprechende Crowd Service Community aufzubauen. Über die internationale Anerkennung aus dem Innovationszentrum haben wir uns natürlich sehr gefreut.

Spannend war auch die Umfrage unter den Friends, die wir ebenfalls im Herbst veröffentlichten. Dabei kam unter anderem heraus, dass die Hauptmotivation der Friends nicht etwa die Vergütung ist, sondern die Möglichkeit andere Kunden mit ihrem Wissen zu unterstützen.

Swisscom übernimmt die Mehrheitsbeteiligung an Mila

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Marc Werner (Leiter Geschäftsbereich Privatkunden, Swisscom), Urs Schaeppi (CEO Swisscom) & Manuel Grenacher (Gründer und Verwaltungsratspräsident, Mila)

Im November konnte sich unsere Community über eine brandneue Mila App freuen. Seitdem können die Friends noch schneller Anträge annehmen und Kunden erhalten bereits in 80% der Fälle innerhalb der ersten Stunde Hilfe.

Nachdem wir bereits seit zwei Jahren erfolgreich mit Swisscom zusammenarbeiten und die Swisscom Friends als zusätzlichen Crowd Service in die Prozesse von Swisscom integrieren konnten, war die Mehrheitsbeteiligung von Swisscom Ende November 2015 ein logischer nächster Schritt. Über 80 Medien berichteten über die Beteiligung, darunter Blick.ch und Gründerszene.

„Ich bin stolz darauf, dass Swisscom sich für eine Mehrheitsbeteiligung an Mila entschieden und als führender ICT-Anbieter die Collaborative Economy weiter fördern will. Mit unserer Crowd wollen wir künftig weiteren Unternehmen dabei helfen, einen schnellen und flexiblen Service zu bieten und damit ihre Kundenzufriedenheit zu steigern“, erklärte unser Gründer Manuel Grenacher.

Unser neuer CEO, Chris Viatte, zeigte zudem in einem ausführlichen Interview, warum sich Swisscom für diesen strategischen Schritt der Mehrheitsbeteiligung entschlossen hat.

Und was kommt 2016?

Nächstes Jahr verspricht nicht weniger spannend zu werden. Nach der Integration des Online-Fachhändlers BRACK.CH werden wir weitere Partner auf Mila.com integrieren. BRACK.CH Kunden können seit Dezember zusätzlich zum Erwerb von Fernsehern, Computern oder Smartphones eine Serviceleistung wie die Einrichtung des erworbenen Fernsehers dazukaufen. Das Ganze wird dann von einem Profi oder einem Friend über Mila abgewickelt.

So sieht also die Strategie für 2016 aus: Wir möchten uns als Unternehmen für On-Demand Service von der Crowd etablieren und anderen Unternehmen helfen, das Know-how ihrer Kunden für zusätzlichen Service zu nutzen.

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