Service auf Knopfdruck: Swisscom übernimmt Mehrheit an Startup Mila

Der Schweizer ICT-Anbieter Swisscom übernimmt die Mehrheit an Startup Mila. Mit der Investition baut Swisscom seine Aktivitäten im Bereich Sharing Economy weiter aus. Zeitgleich startet Mila mit der Integration von zusätzlichen Online-Dienstleistungen auf BRACK.CH.

Der Schweizer ICT-Anbieter Swisscom kündigt heute seine Mehrheitsbeteiligung am Online-Marktplatz Mila an. Nach erfolgreicher Umsetzung des Projektes „Swisscom Friends“ – einem zusätzlichen On-Demand Serviceportal, auf dem Swisscom Kunden technisch versierte Nachbarn in der Nähe buchen können – geht Swisscom einen Schritt weiter und macht das Collaborative Economy Geschäftsmodell weiteren Unternehmen zugänglich. So sollen künftig weitere Unternehmen aus dem ICT-Bereich die Möglichkeit bekommen, zusätzliche Dienstleistungen über die Crowd anzubieten. Aktuell hat auch der Online Fachhändler BRACK.CH seine Integration von Mila angekündigt. Kunden von BRACK.CH können ab sofort zusätzlich zum Erwerb eines Produktes (z.B. Fernseher, Computer, Smartphone) Dienstleistungen wie die Installation oder Konfiguration von Geräten über die Mila Service-Crowd buchen.

Kunden erwarten Service in Echtzeit

Mit dem Internet of Things (IoT) sind immer mehr Geräte im Haushalt miteinander vernetzt. Das stellt ICT-Unternehmen wie Swisscom vor grosse Herausforderungen. Denn mit der zunehmenden Internetfähigkeit von Geräten, erweitern sich auch die Verantwortlichkeiten von Telekommunikationsanbietern. Das führt weiterhin zu erhöhten Kundenansprüchen im Hinblick auf die Verfügbarkeit und Geschwindigkeit von Service. Die Erwartungen sind: Service in Echtzeit, von überall, zu jeder Zeit und zu einem angemessenen Preis. Zudem erwerben immer mehr Menschen Güter und Dienstleistungen voneinander anstatt von traditionellen Unternehmen. Jeder zweite Schweizer wird laut dem Beratungsunternehmen Deloitte in den nächsten 12 Monaten Teil dieser sogenannten Collaborative Economy sein.

„Wir glauben, dass kollaborative Servicemodelle, wie sie Mila möglich macht, in Zukunft eine wichtige Rolle im Service spielen“, sagte Marc Werner, Leiter Geschäftsbereich Privatkunden bei Swisscom.

Servicemodelle aus der Collaborative Economy

Mit den Swisscom Friends haben Swisscom und Mila bereits 2013 ein Servicemodell basierend auf der Collaborative Economy entwickelt, das den veränderten Kundenerwartungen gerecht wird. Über www.mila.com/swisscom können Swisscom Kunden Kleinunternehmer oder Privatpersonen in ihrer Nähe für unterschiedliche Dienstleistungen wie z.B. die Installation von Vivo-Paketen buchen, bezahlen und bewerten. Bereits heute werden rund 1.000 Aufträge pro Monat von der Crowd Community, die aktuell 1.500 „Friends“ umfasst, über Mila abgewickelt. So kann Swisscom einen zusätzlichen, schnellen und flexiblen Support bieten und die Kundenzufriedenheit weiterhin erhöhen. Mit dem Crowd Collaboration Award von Crowd Companies aus dem Silicon Valley wurden Swisscom Friends auch international als Vorreiter der Collaborative Economy anerkannt.

Swisscom übernimmt die Mehrheit am Startup Mila

Swisscom wird mit der Investition Mehrheitseigentümer der Mila AG. Über die Höhe der Investition wurde Stillschweigen vereinbart. Neben Swisscom bleibt Coresystems (www.coresystems.net), ein internationaler Anbieter von mobilen, Cloud-basierten Field Service Lösungen, als strategischer Partner weiterhin Aktionär der Mila AG. Christian Viatte, bisher Head of Service Experience & Innovation bei Swisscom, übernimmt als neuer CEO das operative Geschäft von Mila. Gründer und bisheriger CEO, Manuel Grenacher, bleibt als Präsident des Verwaltungsrates dem Unternehmen weiterhin als Stratege erhalten.

„Ich bin stolz darauf, dass Swisscom sich für eine Mehrheitsbeteiligung an Mila entschieden und als führender ICT-Anbieter die Collaborative Economy weiter fördern will. Mit unserer Crowd wollen wir künftig weiteren Unternehmen dabei helfen, einen schnellen und flexiblen Service zu bieten und damit ihre Kundenzufriedenheit zu steigern“, erklärte Manuel Grenacher, Gründer von Mila und Coresystems.

Mila hat bereits in der Vergangenheit Partnerschaften mit Unternehmen wie Vodafone Deutschland sowie den Energieversorgern IWB und ewz realisiert. Weitere Partner sollen nun vor allem in Europa folgen. Unternehmen, die bereits Dienstleistungen anbieten und einen weiteren On-Demand Servicekanal in ihr Portfolio aufnehmen möchten, wie auch Unternehmen, die zusätzliche Dienstleistungen in Kombination mit ihren Produkten anbieten möchten, sollen künftig Mila nutzen können.

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