Wohlstand in der Sharing Economy – Schaffen wir echte Arbeitsplätze?

Letzte Woche startete pünktlich zum Frühlingsanfang unsere Frühjahrsputz Aktion in Berlin. Berlinerinnen und Berliner, die bis zum 20. April eine Reinigungskraft über Mila buchen, erhalten einen dreistündigen Frühjahrsputz für nur 15,- Euro (Unsere Freunde in Zürich müssen sich noch etwas gedulden, aber auch hier planen wir demnächst eine ähnliche Aktion).

Frühjahrsputz von Mila

Kurz nachdem wir das Angebot auf Facebook ankündigten, bekamen wir einige Kommentare von Nutzern, die wissen wollten, ob unsere Reinigungskräfte fair bezahlt werden. Wie kann jemand für einen Stundenlohn von 5,- Euro arbeiten und davon leben? Die Bedenken konnten wir ausräumen, denn bei solchen Promotion-Aktionen übernimmt Mila selbstverständlich die Differenz zum regulären Preis (Normalerweise liegt der Standardpreis für drei Stunden Wohnungsreinigung bei 49,- Euro). Gleichzeitig haben wir uns aber auch darüber gefreut, dass sich Nutzer um faire Bezahlung von Reinigungskräften sorgen.

Macht den Kleinunternehmern

Bei Mila ist es uns ein Anliegen, Kleinunternehmer bei ihrer Leidenschaft zu unterstützen. Dies schaffen wir über Vertrauen und eine Plattform, die für Kunden bequem zu handhaben ist. Gleichzeitig möchten wir Kleinunternehmern die Möglichkeit bieten, mit Mila zu wachsen und Einkommen zu generieren.

Die öffentliche Diskussion geht jüngst dahin zu fragen, ob wir eine ganze Generation von entmachteten Arbeitnehmern ohne jegliche soziale Absicherung hervorbringen, die in krassem Konkurrenzkampf zueinander stehen und sich gegenseitig im Preis überbieten. Wir glauben, dass die Sharing Economy lokale Gemeinschaften stärker zusammenschweißt. Mila kann Kleinunternehmer aber nur fördern, wenn diese einen Anreiz haben, guten Service zu leisten und weiterhin selbst über ihr Geschäft verfügen können. Uns ist wichtig, dass unsere Dienstleister über Mila ein Einkommen generieren und selbst über Preis und Terminierung der Services entscheiden können. Nur wenn unsere Partner auch weiterhin einen Anreiz haben, können sie ausgezeichnete und persönliche Services bieten.

Schritt für Schritt zum Erfolg

Wir freuen uns darüber, dass Privatpersonen ihre Talente nutzen, um über Mila nebenbei ein wenig Geld zu verdienen und gleichzeitig der lokalen Gemeinschaft zu helfen. Aber es ermutigt uns noch mehr, wenn wir sehen, dass jene Privatpersonen über Mila zu Kleinunternehmern werden und sogar neue Jobs schaffen.

Ein solches Beispiel ist die Krashnica Clean GmbH – nach nur sechs Monaten auf Mila Zürich konnten Sami Krashnica und seine Frau zwei Arbeitskräfte einstellen. Auch in Berlin konnte die Firma Multihilfe, die seit vier Monaten auf der Plattform ist, das Geschäft ausbauen und vier weitere Arbeitskräfte einstellen.

Mulithilfe bei Mila

Letztlich sollte die Demokratisierung von Wissen und Information, die das Internet fördert, Menschen helfen ein Einkommen zu generieren. Wenn wir Menschen durch unsere Technologie effizienter zusammenbringen und die Kosten dieser Vernetzung reduzieren können, sollte der daraus resultierende Wohlstand nicht geteilt werden? Wir sind froh über das Feedback unserer Nutzer auf Facebook zu wissen, dass sie ähnlich denken wie wir bei Mila.

Wie kann die Sharing Economy helfen, Wohlstand zu verbreiten? Teile deine Ideen mit uns! Und alle Berlinerinnen und Berliner lade ich ein, unseren Frühjahrsputz hier zu testen.

Viele Grüße

Manuel Grenacher

Gründer und CEO der Mila AG

Leave a Reply