Sharing Economy: Über eine Regulierung der Collaborative Economy

Uns ist aufgefallen, dass der Begriff „Share Economy“ seit Jahresbeginn immer häufiger in den Nachrichten auftaucht. Die Nachricht vom kollaborativen Konsum ist bei der breiten Masse angekommen und immer mehr Zeitungen geben ihren Lesern ein „Einführung“ in das Thema.

Aber der sicherste Hinweis darauf, dass ein Trend mehrheitsfähig wird, ist, wenn die EU einen Bericht über die Eröffnung neuer Möglichkeiten in diesem Bereich schreibt – und darin die Rede von Regulierung ist. In seiner Pressemitteilung erkennt der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss der EU (EWSA) „die Komplexität und das Ausmass der Dringlichkeit des kollaborativen Konsums“ und möchte „Marktbarrieren identifizieren“, aber auch „die Ausübung in diesen Kosumformen regulieren, um die Rechte und Verantwortlichkeiten aller Beteiligten zu etablieren“.

Die Regulierung war unausweichlich. Am WEF in Davos bezeichnete die Yahoo-Chefin Melissa Meyer die Sharing Economy als einen der grössten Trends dieses Jahres. Die FT.com berichtet, dass der Kingfisher CEO Ian Cheshire in einer Session zum Thema Share Economy dem Publikum Folgendes erklärte: Wenn Produkte, die ein Unternehmen verkauft,
auch intensiv genutzt werden, bindet das die Kunden. Kingfisher besitzt die grösste britische Baumarktkette B&Q, die die Streetclub-Community lanciert hat, die in ganz Grossbritannien mittlerweile über 1,000 Clubs zählt. Doch auf die Frage nach der Besteuerung wurde offensichtlich keine klare Antwort gefunden.

Tom Slee fasst auf Whimsley die Aussage von Arun Sundararajan vor dem Ausschuss für kleine und mittlere Unternehmen des US-Repräsentantenhauses kurz und prägnant zusammen. Sundararajan, Business Professor an der New York University, legt in seiner Aussage dar, wo die Share Economy Teil der regulären Wirtschaft sein soll und wo nicht – und wo seiner Ansicht nach die Regulierung sinnvoll ist. Wenn es nach Sundararajan ginge, wäre die Share Economy Teil der regulären Wirtschaft, wenn man ihre positiven Auswirkungen betrachtet sowie auch zum Schutz von Plattform-Inhabern, aber würde von der Besteuerung und der Regulierung ausgeschlossen werden.

Hier drängt sich die Frage auf: Auf welche Seite schlagen sich die grossen Share Economy Start-ups in diesem besteuern/nicht besteuern-Dilemma? Der AirBnB CEO Brian Chesky erklärt gegenüber dem britischen Telegraph, dass er die „Verbesserung der Regulierung um Internet Startups“ unterstütze, aber die Ansicht, dass für Airbnb die gleichen Regeln gelten sollten wie für Hotels, nicht teile (Airbnb argumentiert, dass es sich bei den meisten Gastgebern auf der Plattform um gelegentliche Benutzer handelt, die sich etwas dazu verdienen möchten und nicht um „professionelle“ Vermieter). Chesky: „Anzunehmen, dass eine Person genau wie ein Hotel ist, und demzufolge auch auf gleiche Art und Weise reguliert werden soll, scheint mir allzu einfach.“

Was denkst du über die Regulierung der Sharing Economy? Ist es gerechtfertigt, die aus traditionellen Wirtschaftsbereichen bekannten Regeln auf die Shareconomy anzuwenden? Teile deine Meinung mit uns!

Dein Mila Team

Leave a Reply